Jana Wönkhaus –                                 Das Geheimnis der Talente

© Bildquelle: Privat
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© Bildquelle: https://www.bittersweet.de/
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© Bildquelle: Pixabay/Antranias
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Jana und ich kämpfen uns über einen unebenen Pfad durch einen dichten Wald. Die Sonne scheint hoch am Himmel, aber das dichte Laub lässt kaum etwas von den wärmenden Strahlen durch. Dafür wirkt die Welt in diesem diesigem Grün irgendwie unwirklich. Der Eindruck wird von unseren Klamotten bestätigt. Schwarze, zerrissene Jeans, Korsagen und Lederhandschuhe. Schwerter an unseren Seiten, Bögen auf unseren Rücken. Pistolen in den Stiefeln. Wenn ich nicht wüsste mit wem ich unterwegs bin, würde ich mich weigern auch nur einen weiteren Schritt zu gehen.

 


© Bildquelle: Pixabay/Osequera
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 Lana:

»Ich hoffe, du weißt genau was du hier tust, Jana! Wehe uns überfällt gleich ein Einhörnchen, oder sonst eins dieser gemeingefährlichen Wesen, die du immer so harmlos ›Dschinns‹ nennst.«

 

Ich sehe mich weiter unbehaglich um, während Jana nur verschmitzt grinst. Sie hatte schon einige Treffen mit der Armee der Talente und fühlt sich sichtlich wohl. Das würde ich auch gerne von mir behaupten.

 

Um mich abzulenken, fange ich an zu plappern.

 

Lana:

»Wieso gefällt dir diese Buchreihe eigentlich so sehr? Was ist das besondere daran, dass man sich das Symbol für die Ewigkeit auf die Haut stechen lässt?«

Es ist der perfekte Mix aus Fantasy, Realität, Liebesgeschichte und Action

Jana:

» Die Talente-Reihe ist eine Geschichte, die mich einfach gepackt hat. Anders kann ich es nicht sagen. Anni (Anni-chans fantastische Welt der Bücher) hat sehr davon geschwärmt und ich habe der Reihe eine Chance gegeben. Eine sehr gute Entscheidung. Mich hat die Welt der Talente und Faune fasziniert und die Charaktere habe ich sehr schnell lieb gewonnen. Am besten gefällt mir jedoch die Vielseitigkeit der Reihe. Es ist der perfekte Mix aus Fantasy, Realität, Liebesgeschichte und Action. Noch dazu ist jeder Teil eine Achterbahnfahrt der Gefühle und man konnte sich nie sicher sein, was als nächstes passiert. Das Lesen hat mich zum Lachen und Weinen gebracht und die Reihe hat noch nicht aufgehört, mich zu begeistern.    « 

Bildquelle: Pixabay/Geralt
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Lana:

»Hmm, okay, das klingt ja spannend. Und ich muss zugeben, ich habe den ersten Band auch weginhaliert. Die Idee ist im Grunde bekannt, aber Mira hat wirklich etwas völlig neues daraus gemacht. Irgendwie ist mir bis zur Mitte des zweiten Bandes nicht klar, wer nun eigentlich der Bösewicht ist. Das macht die Reihe wirklich interessant.«

 

Ich erinnere mich an die vergnüglichen Lesestunden, die ich mit Melek und ihren Jungs hatte.

 

»Mal unter uns, Jana. Hattest du beim Lesen auch so Schwierigkeiten dich für einen Bookboyfriend zu entscheiden? Irgendwie fällt es mir bis jetzt immer noch schwer. Sowohl Jakob, als auch Erik und Levian haben ihre Vorzüge. Wer ist denn dein Favorit?«

Jana:

Mein Liebling ist Levian, ein Faun. Obwohl ich mich anfangs definitiv nicht entscheiden konnte. Das ist auch etwas, das mir sehr gefällt. Authentische Charaktere, die dich dazu bringen, sie zu lieben und zu hassen. Manchmal beides gleichzeitig. Levian hat ein kleines bisschen diesen Bad Boy-Charme und er fasziniert, weil er dennoch anders ist als seine Artgenossen. In der Geschichte hat er eine vielschichtige Rolle. Er ist mal Freund, mal Feind, aber auf jeden Fall ein Love Interest der Protagonistin.    

Bildquelle: http://caras-bookish-paradise.blogspot.de
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Ich lache herzlich.

 

Lana:

»Oh, da sagst du was! Levian ist wirklich … speziell und seine Rolle wirklich nicht leicht. Da stimme ich dir vollkommen zu! Dennoch weiß ich nicht, ob ich ihn gerne persönlich kennenlernen würde.«

 

Wir verfallen in Schweigen und hängen unseren jeweiligen Gedanken nach. Doch das leise Knacken eines Astes, das rechts von uns ertönt, lässt mich zusammenzucken. Ein gründlicher Blick zeigt jedoch nichts außer Bäumstämme, herabgefallenes Holz und Laub.

 

Mit einem nervösen Flattern im Magen widme ich mich wieder Jana, damit sie mich ablenken kann, während wir unseren Weg zur Buchender Schutzhütte fortsetzen, wo die anderen Talente auf uns warten.

 

»Erzähl mir doch etwas über deinen Blog! Seit wann bloggst du, wie kamst du dazu und wieso nennt man dich eigentlich Janchen?«    

Bildquelle: https://jaysmixtape.blogspot.de
Bildquelle: https://jaysmixtape.blogspot.de

... mit der Unterstützung meiner Mädels konnte ich die ersten Beiträge erstellen

Jana:

 

Mein Blog … Er ist relativ spontan im letzten August entstanden. Durch den Kontakt zu Mira Valentin und der Armee bin ich mit der Bloggerwelt in Berührung gekommen und habe lange darüber nachgedacht, ob ich den Schritt wagen soll. Irgendwie habe ich mich aber immer drum gedrückt. Dann kam Izzy (MitternachtsSchatten) und sagte, dass sie noch eine Bloggerin für eine Blogtour benötigen würden. Innerhalb von einer Stunde habe ich entschieden, meinen Blog online zu stellen und mit der Unterstützung meiner Mädels konnte ich die ersten Beiträge erstellen. Ich bin noch immer überrascht, wie viel Spaß mir das Bloggen macht und freue mich einfach, mit wie vielen tollen Menschen ich dadurch in Kontakt gekommen bin. 

Zu meinem „Spitznamen“ … Zuhause nennt mich niemand Janchen. Wirklich niemand *lach* Ich glaube, ich würde es auch nicht mögen. Den Namen habe ich damals für Facebook gewählt, weil meine Mutter nicht wollte, dass ich mich – damals war ich gerade vierzehn – mit meinem realen Namen anmelde und irgendwie habe ich ihn nie geändert. Inzwischen habe ich mich aber daran gewöhnt, dass mich meine Blogger-Mädels so nennen. Die dürfen das ;)


Lana:

»Ich freue mich sehr, dass du diesen Schritt gewagt hast und jetzt ebenfalls zu meinem Bloggerteam gehörst.  Aber mein Team ist nicht das einzige, dem du angehörst. Du bist ebenfalls ein Teil der  ›Armee der Talente‹! Was war das Verrückteste/Tollste/Merkwürdigste, was du in diesem Zusammenhang erlebt hast?«

Quelle: Privat
Quelle: Privat

Jana:

»Die Frage ist, was von dem, was ich mit der Armee erlebt habe, ist nicht verrückt. *lach* Ich bin immer noch sprachlos, wie eine Buchreihe es geschafft hat, so viele unterschiedliche Menschen so nah zusammenzubringen. Von großen Events mit Lesungen über Lesenächte und Buchmessen bis hinzu tollen Partys. Wir haben so viel miteinander gelebt. Ein Highlight war jedoch eine kleine Lesung, die wir im Garten von Izzy veranstaltet haben. Es war einfach ein richtiger cooler Nachmittag.«    

Lana:

»Ja, davon habe ich gehört! Das klingt wirklich schön und ihr seht alle total happy aus. Das macht wohl den besonderen Charme der Armee aus. Und ich bin ehrlich froh, nun ebenfalls ein Teil davon sein zu dürfen.«

 

Wir erreichen endlich die Schutzhütte und ich bin jetzt schon total fertig. Aber was tut man nicht alles für Freunde - und die Rettung der Welt?!

 

Neugierig sehe ich mich um, während Jana gleich eine Gruppe Leute ansteuert, die mir zwar vertraut erscheinen, aber in ihren Kostümen doch total anders aussehen. Überall sehe ich Waffen, Leder und Korsagen.  Ein wenig erinnert mich das ganze an deine Messe, die eine Mischung aus BDSM und Mittelalter darstellen soll.

 

Jana winkt mich zu sich und ich schnappe gerade noch das Gespräch zwischen Caro und Izzy auf.

 

»... Cool, oder?«, sagt Izzy.

 

»Worum gehts? Worüber redet ihr?«, frage ich.

 

»Izzy hat mir gerade erzählt, dass sie geträumt hat, dass einer der Faune sie verwandeln wollte und ihr dafür sogar die Erfüllung dreier Wünsche versprochen hat. Aber natürlich hat Izzy sich nicht darauf eingelassen und ihn gleich umgebracht«, klärt mich Caro auf.

 

»Hmm ... drei Wünsche?« Das wäre ja eine tolle Sache! Sofort drehe ich mich zu Jana. »Was würdest du dir wünschen, wenn dir jemand 3 Wünsche gewähren würde?«

 

Jana:

»Das ist eine wirklich schwere Frage. Es gibt so viel, was man sich in dieser Welt wünschen kann und sollte. Wenn ich auf mich und mein Umfeld schaue, dann wünsche ich mir, dass ich in meinem Umkreis einen Unterschied machen, dass ich die Menschen, die mir begegnen, ermutigen kann. Ich wünsche mir, dass meine Familie gesund bleibt und dass ich den Kontakt zu lieb gewonnenen Menschen nicht verliere.«

Bildquelle: pixabay/nicolapeskova
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Lana:

»Das sind wirklich sehr sehr schöne Wünsche und sie passen perfekt zu dir!«    

 

Caro:

»Hört auf zu reden, das Essen wurde eben geliefert. Kommt, bevor die anderen alles aufessen!« Caro läuft los und ruft noch über ihre Schulter: »Übrigens Janchen, es gibt dein Lieblingsessen!«

 

Caro verschwindet mit den anderen in der Hütte und ich sehe Jana überrascht an.

 

Lana:

»Dein Lieblingsessen? Was gibt es denn?«

 

Jana: 

»Essen ist immer gut. Ehrlich gesagt, bin ich nicht der Vorspeisen-Typ, vielleicht esse ich dafür noch gerne einen kleinen Salat, aber bitte keine Suppe. 

Ansonsten esse ich wahnsinnig gerne Lasagne. Am liebsten frisch zubereitet beim Italiener und da ich gerne nasche, darf das Eis im Anschluss nicht fehlen. Wahlweise geht auch Kinderschokolade. Ich liebe Kinderschokolade.«

Lana:

»Oh, wie lecker! Dann lass uns schnell gehen. Jetzt habe ich auch Angst, nichts mehr abzubekommen.«

 

Wir betreten gemeinsam die Schutzhütte und ich bin überrascht, wie viele Leute hier sind. Die meisten kenne ich gar nicht, deshalb halte ich mich an Jana, als sie zum Buffett geht, sich etwas Essen nimmt und sich anschließend zu Caro und Izzy an den Tisch setzt.

 

»Moar, ich bin fast verhungert bei diesem Marsch vorhin!« Genüßlich mache ich mich über mein Essen her und frage nebenbei mit halbdollem Mund: »Jana, was liest du eigentlich gerade? Mein aktuelles Buch ist fast zu Ende und ich suche nach Nachschub.«

 

Bildquelle: www.carlsen.de
Bildquelle: www.carlsen.de

 

 

Jana:

» Mein Currently Reading ist „Raven’s Blood – Pechschwarze Schwingen“ von Sylvia Steele aus dem Hause Dark Diamonds. Ich habe gerade erst mit dem Lesen begonnen und bin daher nicht sonderlich weit, aber den Einstieg in die Geschichte fand ich gelungen. Ich mag das Setting und den Schreibstil. « 

Lana:

»Ah, von dem Buch habe ich schon oft gehört. Es soll richtig gut sein. Vielleicht lese ich das auch mal. Aber erst warte ich auf deine Rezension.«

 

Ich schlinge weiter mein Essen runter, weil Mira schon aufgestanden ist und sich die erste Aufbruchstimmung breit macht.

 

»Okay, zu dem Buch kannst du noch nicht sagen, aber hast du denn Tipps für mich, was ich auf keinen Fall lesen sollte, weil es dich total enttäuscht hat?«

Es war wohl einfach nicht mein Buch …

Jana:

»Ein Buch, das mir im letzten Jahr nicht gefallen hat, war „Divinitas“ von Asuka Lionera aus dem Drachenmond Verlag. Ich habe mich in das Cover verliebt und nur Gutes darüber gehört, aber die Geschichte konnte mich leider nicht packen. Die Handlungen der Protagonistin konnte ich einfach nicht nachvollziehen und auch die Geschichte hat mich an vielen Stellen mit Fragezeichen zurückgelassen. Es war wohl einfach nicht mein Buch, denn es gibt viele, die sehr von „Divinitas“ und anderen Werken der Autorin schwärmen.«

Bildquelle: Drachenmond.de
Bildquelle: Drachenmond.de

 

Lana:

»Tatsächlich habe ich diese Meinung schon öfter gehört. Aber ja, es gibt auch sehr viele begeisterte Fans. Ich denke, jeder sollte sich sein Bild über das Buch bilden.«

 

Wir vier haben uns Essen vertilgt und wagen uns noch schnell an das Dessert, bevor wir mit den anderen die Schutzhütte verlassen. Draußen stehen wir einen Moment unschlüssig rum. Wir hätten uns gar nicht derart beeilen brauchen, weil sie anderen noch rauchen.

 

Ich nutzte die kurze Pause, nasche an meinem Eis und und quetsche Jana weiter aus.

 

»Was sind eigentlich deine Hobbies neben dem Lesen und Bloggen?«

Neben dem Lesen und Bloggen schreibe ich auch selbst.

Jana:

»Neben dem Lesen und Bloggen schreibe ich auch selbst. Mein jetziges Projekt macht mir wahnsinnig Spaß und ich verbringe viel Zeit damit, meine Charaktere auf ihrer Reise zu begleiten. Vermutlich könnte man auch „Serien gucken“ zu meinen Hobbies zählen. Gemeinsam mit meiner besten Freundin und Mitbewohnerin verbringe ich viele Abende mit verschiedenen Serien. Kannst du eine empfehlen?    «

Lana:

»Oh echt? Du schreibst? Kannst du mir schon etwas über das Projekt verraten?«

 

Jana schüttelt bedauernd mit dem Kopf und ich nicke verstehend. 

 

»Okay, schade. Aber Serien gucken ist auch toll! Ich selbst schaue gerade noch mal die gesamten Staffeln der Gilmore Girls. Aber damit bin ich fast fertig und muss was neues suchen. Aber falls du sie noch nicht kennst, empfehle ich dir dringend die »Shadowhunters«. Die ersten Folgen sind noch etwas ... einfach, aber es wird immer besser. Nur sollte man die Serie losgelöst von den Büchern betrachten.« 

 

Wir lecken weiter an unserem Eis, als Mira das Zeichen zum Abmarsch gibt. 

 

»Oh Mist, jetzt geht der Sport weiter nicht wahr?« Ich reibe mir über meinen vollgefutterten Bauch. »Super, wieso habe ich auch so viel gegessen.« Mit einem Seufzen schließen Jana und ich uns den anderen an. Gleichzeitig nutze ich die Chance eine letzte Frage loszuwerden, bevor wir aufgeteilt werden, um Jagd auf Faune zu machen.

 

Lana:

»Sag mal, das Projekt an dem du schreibst … Könntest du dir vorstellen das auch irgendwann zu veröffentlichen?«

 

Jana sieht mich mit großen, glänzenden Augen an. 

 

Jana:

»Ich kann es mir nicht nur vorstellen, ich arbeite gerade daran *lach*. Natürlich wäre es ein Traum, es auch zu veröffentlichen.«

 

Mir bleibt leider keine Chance zu fragen, was Janas Wunschverlag wäre, denn Mira fordert unsere Aufmerksamkeit, als sie uns Jakob vorstellt - unseren Anführer.